Vor 10 Jahren gestorben: Das Drama um Schauspieler Klaus Pönitz

Der aus der Sat.1-Serie „Wolffs Revier“ bekannte Schauspieler Klaus Pönitz ist im Juni 2005  in Berlin einsam in seiner Wohnung gestorben. Der 65-Jährige, der in der Krimireihe bis 1999 den Kommissar Sawatzki gespielt hatte, wurde nach Angaben der Polizei tot aufgefunden.

poenitz

Bis 1999 ein durchschlagendes TV-Team: Klaus Pönitz (l.) und Jürgen Heinrich in “Wolffs Revier” (Sat 1)

Pönitz starb an Herzversagen. Medienberichten zufolge war er alkoholkrank und arbeitslos. Dass er so enden musste, schockiert mich zutiefst“, sagte Serienpartner Jürgen Heinrich.

Pönitz, der ein außergewöhnlich begnadeter Schauspieler gewesen sei, habe sein ganzes Leben lang getrunken. 1940 in Dresden geboren, studierte Pönitz in den 60er Jahren an der Theaterhochschule Leipzig. Danach hatte er Engagements in Rostock und Leipzig und trat in zahlreichen Spielfilmen auf, darunter „”Romeo und Julia auf dem Lande”“ und “„Der Fall Ö”.“ Viele Jahre war er zudem Dozent an der Theaterhochschule Rostock. Seine bekannteste Rolle aber war die des gemütlichen und sympathischen Fahnders Sawatzki in fast 100 Folgen von „”Wolffs Revier”“. Dann kam das Aus. Getroffen von einer Kugel, starb er in den Armen des von Jürgen Heinrich gespielten Kommissars. Sat.1 wollte die Serie nach eigenen Angaben modernisieren. Wolffs Partner war seitdem der jüngere Ermittler Tom Borkmann (Steven Merting).

„In diese Serie hat er seine letzte Energie, sein Lebensblut gesteckt“, sagt Ex-Kollege Gerd Wameling, dessen Karriere bei „Wolffs Revier“ gleichzeitig mit der von Pönitz endete. Noch 1993 hatten beide gemeinsam mit Produzent und Autor Karl Heinz Willschrei sowie Hauptdarsteller Jürgen Heinrich den Adolf-Grimme-Preis für „Wolffs Revier“ erhalten. Der Serie gelinge es, „die gegenwärtige gesellschaftliche Situation zu analysieren und daraus spannende Krimihandlungen zu destillieren“, begründete die Jury diese erstmalige Preisvergabe an eine Produktion eines privaten TV-Senders.

Offenbar lag Pönitz schon mehrere Tage tot in seiner Wohnung in Berlin-Schöneberg. Eine Nachbarin hatte die Beamten wegen des Verwesungsgeruchs alarmiert. Hinweise auf Fremdverschulden oder Suizid gab es laut Polizei nicht.

red

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